SEO Check: Was beinhaltet er und was lerne ich daraus?

Der SEO Check ist die Grundlage Ihrer SEO-Aktivitäten. Daten und Messungen sind das Fundament Ihrer Bemühungen. Sobald Sie wissen, wo Sie stehen und was Sie erreichen können, steht Ihnen nichts mehr im Wege, Ihre Webseite zu optimieren!

In diesem Beitrag betrachten wir zwei Beispiel-Seiten und untersuchen ihr SEO-Profil.

Über ein starkes SEO-Tool*, können Sie nicht nur verschiedene Webseiten überwachen. Sie finden außerdem genau dir richtigen Werkzeuge, um Potenziale und Chancen zu erkennen. Außerdem ist dieses Tool unerlässlich, um Texte für die Suchmaschine zu optimieren.

Was beinhaltet ein SEO Check?

Je umfangreicher der SEO-Check, desto gezielter die späteren Optimierungen. Erst wenn Sie genau wissen, wo Sie und der Markt stehen, können Sie daraus Optionen und Möglichkeiten erkennen. Zahlen sind im Online-Marketing (zum Glück) das Maß aller Dinge: Anhand von Zahlen kann alles gemessen, geplant und strukturiert werden.

Webseitenprofil

Die Werte Domain Authority, Citation Flow, Page Authority und Trust Flow werden aufgeschlüsselt.

Domain Authority

Die Domain-Authority zeigt, wie glaubwürdig eine Domain auf ihrem Themengebiet eingeschätzt wird. Die Autorität einer Seite ergibt sich aus dem thematisch passenden, fachlich spezifischen Inhalten.

Page Authority

Die Autorität einer bestimmten Seite wird aus dem Inhalt der Webseite in Bezug auf den Inhalt dieser bestimmten Unterseite gewertet. Hier zeigt sich, wie vertrauenswürdig ein ganz bestimmter Beitrag einer Seite eingestuft wird. Passt der Inhalt thematisch zum Rest der Seite, ist die Page-Authority dementsprechend höher.

Citation Flow

Wie oft wird Ihre Seite auf anderen Seiten zitiert? Je öfter Ihre Inhalte auf anderen themenverwandten Seiten zitiert wird, desto höher wird Ihre Autorität und Glaubwürdigkeit eingestuft. Hier geht es um die Menge der Links, die von themenverwandten Seiten auf Ihre Seite zeigen.

Trust Flow

Durch die Qualität der Links, die auf Ihre Seiten und Beiträge verweisen, wird die Glaubwürdigkeit von anderen Seiten auf Sie übertragen. Stellen Sie sich vor, sie sind Autohändler. Wenn eine der großen KFZ-Marken auf Ihre Seite verlinkt, erben Sie ein gutes Stück ihrer Glaubwürdigkeit. Das entspricht dem Vertrauensbonus bei einer Empfehlung unter Geschäftskollegen im echten Leben.

In dieser ersten untersuchten Seite sehen wir, dass alle Werte noch sehr niedrig sind. Die Suchmaschinen wissen nicht wirklich, worum es auf der Seite geht. Die Seite hat auch wenige Backlinks, was unter anderem daran liegt, dass sie kaum Inhalte hat. Wer keine Inhalte zur Verfügung stellt, kann auch nicht als lesenswerte Lektüre verlinkt werden.

Das zweite Beispiel ist eine Seite, die bereits seit 2015 besteht und viele optimierte Texte hat. Sie ist dennoch mit „nur“ 150 Unterseiten ein Internet-Zwerg. Wir sehen aber schon sehr deutlich, dass die Suchmaschinen wissen, worum es geht und eine gewisse Glaubwürdigkeit und Autorität besteht.

Als Vergleich sehen Sie hier noch das Webseitenprofil einer großen berliner Zeitung. Diese Seite kann in Deutschland durchaus schon als Internet-Riese gewertet werden. Dementsprechend hat sie schon viele Backlinks und eine gut ausgebaute Autorität.

Webseitenplatzierung

Pro Such-Seite werden 10 Ergebnisse in den Suchmaschinen angezeigt. Eine Platzierung auf Platz 7 wäre also auf Seite 1 der untersuchten Keywords und eine Platzierung auf Platz 52 wäre auf Seite 5.

Durchschnittlich klicken User auf Ergebnisse der ersten Seite. Für eine Suchmaschinenoptimierung ist eine Platzierung bis 9 also das Maß der Dinge. Die Meisten relevanten Klicks fallen dabei auf die erste Platzierung (nach Anzeigen).

Unser SEO Check: Anhand von bis zu 2 Wunsch-Keywords wird untersucht, wo die Webpräsenz bisher steht, wie die Konkurrenz aussieht und wie die Chancen stehen. Daraus ergeben sich zielgerichtete Informationen und die Strategie.

Beste Inhalte

Die besten Inhalte einer Seite werden häufig geteilt und oft besucht. Diese Auswertung zeigt auf, wo Potenziale liegen und welche Beiträge bei einer gewünschten Optimierung am schnellsten gute Resultate liefern würden.

Im ersten Beispiel sehen wir die besten Inhalte einer sehr frischen Webseite. Wie Sie sehen, sehen Sie nicht viel. Die Seite ist noch sehr unbekannt und dementsprechend außerhalb der SEO-Welt kaum bekannt.

Das zweite Beispiel ist wieder die Seite, die es schon seit 2015 gibt und die aktives SEO betreibt. Auch hier kann man deutlich erkennen, dass es zwar einige verlinkte Beiträge auf anderen Seiten gibt… Aber da das Projekt die Social Media-Aktivitäten eingestellt hat, gibt es bei den „Facebook Shares“ keine Angaben.

Als großer Gegensatz sehen wir bei der Berliner Zeitung, dass sie sehr aktiv ist. Die verweisenden Domains sind relativ gering, dafür erkennen wir eine enorme Aktivität auf Social Media. Durch die Aktualität der Themen, passen die Inhalte durchaus gut auch zu den sozialen Netzwerken. Hier wird sich immerhin auf täglicher Basis unterhalten. Die Themen sind hier ohnehin oft zeitlich relevant.

Backlink-Profil

Das Backlink-Profil gibt an, wie viele andere Webseiten auf die eigene Webpräsenz linken. Daraus ermittelt sich die Vertrauenswürdigkeit der Seite. Wer viele Backlinks auf die eigene Seite erhält, hat folglich gute Inhalte, die andere Menschen teilenswert finden.

Dabei ist wichtig, dass sich diese Links harmonisch aus so genannten Follow und No-Follow Links zusammen setzen. Diese geben den Suchmaschinen an, ob ein Link wirklich zum Thema passt, oder evtl. gekauft wurde oder durch Kommentare entstanden ist.

Wer mehr und bessere Backlinks hat, steht in der Suchmaschine weiter oben.

Eine neue Seite hat mit großer Wahrscheinlichkeit wenige Backlinks. Alles andere wäre auch sehr verdächtig. Natürlich kann ein Produkt oder eine Dienstleistung viral gehen, aber das ist nicht der Standard. Durch hochwertige und regelmäßige Inhaltserstellung werden sich die Backlinks ganz automatisch ergeben. Andere Autoren werden auf Sie aufmerksam werden und Ihre Seite wird als Referenz in Social Media oder anderen Blogs und Webseiten verlinkt. Alles, was Sie dafür brauchen ist gut geschriebener und relevanter Content, der die Leser informiert und begeistert.

Wie ein normales, gewachsenes Backlink-Profil aussieht, sehen Sie im nächsten Bild.

Im ersten Moment mag erschrecken, dass man auch Backlinks verliert. Das ist aber ein normales Phänomen. Andere Webseiten gehen offline oder die Inhalte werden schlicht überarbeitet.

Ein gesundes Backlink-Profil hat Schwankungen und eine beständige Entwicklung. Wer nur Dofollow-Links hat läuft Gefahr, von den Suchmaschinen misstrauen unter die Lupe genommen zu werden.

Mitbewerberanalyse

Die Analyse der direkten Mitbewerber macht deutlich, dass die Suchmaschinen nicht einschätzen können, worum es auf der untersuchten Domain geht.

Das Haupt-Thema wird nicht klar ersichtlich und es wird kein Expertenstatus bzw. „Trust“ ablesbar.

SERP-Analyse

SERPs sind die Serp Engine Result Pages. Also die Seiten, die in einem bestimmten Gebiet für einen expliziten Begriff angezeigt werden.

Untersucht wurde der Begriff im Suchbereich Germany.

Keyword SEO Difficulty

Die Schwierigkeit, sich für den Suchbegriff zu platzieren wird als leicht bewertet. Das bedeutet, dass die Konkurrenz auf dem Gebiet wenige gute Informationen bereit hält und eine gute und umfangreiche Optimierung langfristig zu einer guten Platzierung führen kann.

SERP Features Impact

Dieser Wert besagt, welchen Einfluss die SERPs auf die organische Suche in den Suchmaschinen hat. Je höher der Wert, desto höher ist der Einfluss. Das bedeutet, dass die gefundenen Seiten auch bei anderen Begriffen in der organischen Suche als höher qualifiziert eingeschätzt werden.

KeywordAnalyse Legende: Wie verstehe ich die Werte?

Bei der Recherche von Keywords bekommen wir einige interessante Werte zu sehen. Diese Werte müssen wir nur noch richtig interpretieren.

Keyword Difficulty Dunkelgrün

„Sehr leicht“ bedeutet, dass die gefundenen Ergebnisse sehr leicht zu überholen sind. Entweder gibt es kaum Artikel, die Artikel sind nicht gut oder die bereits vorhandenen Webseiten haben einen sehr geringen Trust-Score. Hier lohnt es sich besonders, optimierte Inhalte zu produzieren, vor allem auch, wenn die Suchzahlen (100) klein sind. Die Konkurrenz ist gering, daher müssen die Inhalte bei geringem Suchvolumen nicht zwingend sehr lang sein. 2000 bis 3000 Wörter pro optimiertem Suchbegriff können 

Keyword Difficulty Hellgrün

„Noch leicht“ bedeutet, dass es bereits einige Texte zum Thema gibt. Diese Texte sind aber noch relativ leicht zu überholen. Es lohnt sich also sehr, hier optimierte Inhalte zu veröffentlichen. Gerade sehr ausführliche Inhalte (bis ca 4000 Wörter) mit sehr guter Struktur und guter Lesbarkeit haben hier erfahrungsgemäß gute Chancen.

Keyword Difficulty Orange

„Möglich“ bedeutet, dass hier schon gute Inhalte im Netz verfügbar sind. Es ist aber noch möglich (wenn auch schwer), auf diesen Keywords hoch zu ranken. Die Artikel lohnen sich dann am meisten, wenn die orangenen Keywords der Vollständigkeit halber mit eingestreut werden.

Für den Experten-Status einer Seite ist es wichtig, auch diese Artikel zu veröffentlichen. Sie werden zwar vermutlich nicht weit nach oben ranken, ziehen aber die allgemeine Inhaltsfülle nach oben.

So wird das Ober-Thema des Webauftritts untermauert, was den „noch leichten“ oder „sehr leichten“ Artikeln hilft. Das sind oft auch Inhalte, die als „Cornerstone“ bezeichnet werden. Von ihnen aus lassen sich gute Querverlinkungen zu anderen Artikeln herstellen.

Keyword Difficulty Rot

„Schwer“ bedeutet, dass es sehr gut optimierte, bestehende Webseiten zu diesem Suchbegriff gibt. Hier lohnt es sich, die Mitbewerber zu analysieren. So lässt sich feststellen, was die Suchenden gut und hilfreich finden. – Es ist zwar so gut wie unmöglich, als Einzelkämpfer mit diesem bestimmten Keyword an diesen Seiten vorbei zu ranken, aber die Inhalte sind hoch relevant und sollten auch auf der eigenen Seite erläutert werden, weil dem Kunden ansonsten wichtige Informationen fehlen (die er dann nur bei den Mitbewerbern findet).

Hier kann man gut punkten, wenn zum Beispiel erklärende Grafiken oder Videos zusätzlich mit eingesetzt werden, oder interessante und wichtige Details besonders beschrieben sind.

Suchzahl: Search

Das Suchvolumen bezieht sich auf den monatlichen Durchschnitt im untersuchten Gebiet in der angegebenen Sprache.  Je größer das Suchvolumen, desto mehr Menschen suchen diesen exakten Begriff in der Suchmaschine. Vor allem grüne Begriffe lohnen sich da sehr. Aber auch grüne Begriffe mit geringen Suchzahlen lohnen sich, da hier der Wettbewerb sehr gering und die Anfragen meist sehr speziell sind. Hier kann man leicht zum Experten werden, was das allgemeine Ranking der Seite unterstützt. Hier ist der Mehrwert für den Leser am größten, da es vermutlich kaum Inhalte im Netz gibt.

Strategie aus der Keyword-Analyse

Anhand der häufig gesuchten Begriffe lässt sich gut ablesen, welche Fragen die Menschen haben. Auch wenn es leicht ist, auf dunkelgrüne Begriffe gut zu ranken, sollten die schweren Begriffe unbedingt auch mit in die SEO-Strategie aufgenommen werden.

Immerhin bedeutet ein „schwerer“ Begriff, dass andere Anbieter diese Frage gut und ausführlich beantworten. Diese Antwort nun auf der eigenen Webseite nicht zu beantworten wäre ein fataler Fehler. Findet der Besucher die Antwort bei einem Mitbewerber, bei Ihnen aber nicht, wird er dem anderen natürlich mehr vertrauen.

Insgesamt bieten die Suchvolumen gute Anhaltspunkte für die thematische Relevanz eines Suchbegriffes. In erster Linie muss immer der Nutzen für den unbedarften Besucher der Webseite im Vordergrund stehen. Findet der Benutzer die richtigen Informationen in guter Aufbereitung, steigt das Ranking und man wird auch von anderen Menschen besser gefunden.

Strategie aus der Keyword-Analyse

Ladezeitanalyse

Untersucht wird die Ladezeit der Webseite basierend auf den Durchschnittsdaten eines mobilen Besuchers. Über 50% aller Suchanfragen werden von Smartphones getätigt, die Tendenz steigt. Daher ist eine Optimierung auf mobile Ansichten, schnell ladende Grafiken und langsame Netzabdeckung immer Ziel der Bemühungen.

Dass die Ladezeiten ein wichtiger Ranking-Faktor ist, wird oft vernachlässigt. Das liegt daran, dass man dafür oft an die Technik hinter einer Webseite muss. Davor scheuen sehr viele Anbieter oder Betreiber verständlicherweise zurück.

Legende

Grüne Bewertungen

Bewertungen im Bereich 90-100 sind mit CMS-Systemen beinahe unmöglich zu erreichen. Eine Seite, die mit einer 90+ Bewertung abschneidet, ist ideal darauf optimiert, den Besuchern schnell und problemlos alle Informationen zur Verfügung zu stellen.

Orangene Bewertungen

Die mobilen Seiten haben noch Optimierungspotenzial. Im Bereich 70-89 sind die Seiten schon soweit optimiert, dass sie gute Besucherzahlen generieren können.

Rote Bewertungen

Die untersuchte Seite läd sehr langsam und ist für mobile Geräte nicht optimiert. Viele Besucher werden die Seite verlassen, bevor sie vollständig geladen hat. Daher sind im ersten Schritt Optimierungen der Ladezeit wichtig, damit die Inhalte überhaupt konsumiert werden können.

Ladedaten

Der Einstieg auf eine Webseite muss schnell erfolgen. Der durchschnittliche Internet-Nutzer wartet maximal 3 Sekunden. Ist die Seite bis dahin nicht weitgehend geladen und alle wichtigen Informationen ersichtlich, klickt er auf den „Zurück“-Button und sieht sich ein anderes Ergebnis an. Passiert das häufig, wird die Seite in den Suchergebnissen seltener angezeigt.

Erster Eindruck für Besucher

Aus Besucher-Sicht ist es wichtig, hier sofort und auf den ersten Blick deutlich zu machen, worum es auf der Webseite geht. Dieser erste Eindruck lässt den Besucher entscheiden, ob ihn das Thema der Seite anspricht. Floskeln und Phrasen sollten hier tunlichst vermieden werden. Stattdessen ist ein Text und Design wichtig, das umgehend verstanden wird und den Besucher emotional berührt.

Beispiele aus der Praxis:

Stand vom 25.05.2020

Für das optimale Nutzererlebnis von Webseiten ist es wichtig, dass der Inhalt direkt erkannt wird.

Außerdem können technische Anpassungen dafür sorgen, dass moderne Bildformate genutzt werden und Bilder erst dann laden, wenn der Besucher sie braucht. Diese smarten Techniken helfen dabei, die Ladelast zu minimieren und so das rare Datenvolumen der Nutzer zu schonen.

Als Folge hat der Nutzer schnellere Darstellungen und noch genügend Datenvolumen, um sich alle Seiten und Bilder der Webpräsenz anzusehen.

Empfohlenes Vorgehen: SEO Optimierung

1. Schritt: Ladezeit-Optimierung

Je nach (technischer) Art der Webseite sollte die Ladezeit optimiert werden, damit potenzielle Besucher überhaupt die Möglichkeit haben, Inhalte zu sehen.

a) Bildgrößen optimieren

b) Dateiformate anpassen

c) geladene Ressourcen minimieren

d) qualitatives Hosting einrichten

2. Schritt: Inhalte erstellen

Damit die Webpräsenz für Besucher interessant und wertvoll ist, braucht sie gut strukturierte Inhalte, die hochwertige Informationen liefern.

Für das Verfassen dieser Inhalte ist es wichtig zu wissen, wonach potenzielle Besucher häufig suchen. Dafür ist eine ausführliche Keyword-Recherche der erste Schritt nach der hier erfolgten Analyse.

Auf Grundlage der gefundenen Keywords werden lesenswerte Ratgeber-Artikel erstellt, die alle Fragen beantworten und so einen hohen „Trust-Score“ für die Suchmaschinen bekommen.

Die Artikel haben einen Wortumfang von 2000-4000 Worten und sind leicht lesbar strukturiert. Kurze Sätze sowie die umgangssprachliche Beschreibung von Sachverhalten ist hier essentiell.

Für eine bessere Konsumierbarkeit der Inhalte ist es wichtig, mit ausreichend illustrierenden Bildern / Grafiken / Fotos zu arbeiten. Listenelemente helfen beim schnellen Erfassen mehrerer Faktoren. Aussagekräftige Überschriften, die den Suchbegriffen entsprechen, helfen bei der Strukturierung.

3. Schritt: Texte & Design aufbereiten

In unserem Portal GesundeStube finden wir sehr viele Artikel, die Wissen vermitteln.

Ziel der ausführlichen Ratgeber ist immer eine bestimmte Handlung des Besuchers. Meist zielen diese Ratgeber darauf hin, den Betreiber der Webseite als Experten auf dem Gebiet kenntlich zu machen. Das basiert auf der psychologischen Annahme der Menschen, dass Experten ihr Wissen freigiebig herausgeben können. Und damit liegen sie schließlich auch richtig.

Daraufhin folgt eine Aufforderung (Call to action), die beispielsweise auf einen Kurs, einen Kauf oder eine Kontaktaufnahme zielt. Durch die Positionierung als Experte erhöhen sich die Chancen der Zielerreichung enorm.

Um vom Ratgeber aus eine echte Handlung auszulösen werden die Besucher auf eine Ziel-Seite (eine Landingpage) geleitet, die vom Angebot des Betreibers überzeugt. Hier werden die gewünschten Handlungen forciert.

Diese Seite vereint die Disziplinen Marketing, Psychologie, Design und Programmierung. Von diversen Orten wird auf diese Seite verlinkt, die Interessenten zu echten Kontakten konvertiert.

4. Schritt: Fortschritte und Entwicklungen verfolgen

Technische Tools ermöglichen die Überwachung der Entwicklungen.

Mit dem Google Tool „Search Console“ werden die Platzierungen, Keywords, Impressionen und Klicks überwacht. So lassen sich die Veränderungen auf längere Zeiträume beobachten.

In diesem Beispiel aus dem Hobby-Bereich sieht man, wie die Quarantäne während der Corona-Zeit (März, April 2020) die relevanten Anfragen in der Suchmaschine angehoben hat.
In diesem Beispiel sieht man sehr gut die Veränderungen, wenn zu einer Webseite plötzlich viele neue Inhalte hinzu gefügt werden. Die ersten Jahre lang hatte diese Präsenz nur sehr wenige, aber sehr gut optimierte Artikel. Daher war die Position lange Zeit weit oben, die Impressionen und Klicks allerdings gering. Für diese wenigen Artikel hat die Seite gute Platzierungen gehabt, allerdings im Umfang schlicht zu wenige Seiten. In den letzten 12 Monaten kamen zahlreiche Artikel in den Index, sodass die Besucherzahl drastisch gestiegen ist. Die Position konnte dabei recht gut gehalten werden.

Die Analyse und das Tracking mit der Google Search Console sind unerlässlich für den SEO-Erfolg.

Hier wird sichtbar, ob Optimierungen fruchten oder weiter bearbeitet werden müssen.

Bis sich eine Maßnahme deutlich zeigt, vergehen durchschnittlich 6 bis 12 Monate. Während dieser Zeit wird stetig optimiert. Die Suchmaschinen tracken, dass auf der Webseite aktiv gearbeitet wird und belohnt diese Mühen mit Sichtbarkeit. Durch die stetige Arbeit am Webauftritt wird sichtbar, dass es sich nicht um eine „tote Webseite“ handelt und die Informationen aktuell und relevant sind.

Für eine gute SEO-Platzierung ist konstante Arbeit am Projekt zielführend. Je länger viele gute Artikel online sind, desto besser das Resultat. Hier gilt also früh anfangen und am Ball bleiben.

Ziel: min. 10 Artikel mit je 3000-4000 Worten zum Themengebiet.

Wie wichtig ist „Seite 1“ beim SEO?

Wie wichtig die erste Suchergebnisseite bei Ihrer Suchmaschinen-Optimierung ist, zeige ich Ihnen an einem Beispiel:

Auf unserem Portal „FarbCafé“ gab es am 10. April 2020 einen neuen Beitrag zum kreativen Thema „Aquarell Blumen malen“.

SEO Recherche beachten

Dieser Artikel wurde natürlich nicht ohne ausführliche Recherche geschrieben.

4800 monatliche Suchanfragen in Deutschland bei einer Schwierigkeit von 25 sind ein guter Wert. Vor allem, da das FarbCafé schon ein etabliertes Portal auf dem Gebiet ist. Die erste rudimentäre Version des Artikels haben wir also am 10. April veröffentlicht.

Nach 5 Tagen Seite 7

Nach 5 Tagen hat Google den Artikel immerhin schon indexiert gehabt und auf Position 67,7 platziert. Das ist Seite 7 auf Google und quasi im Nirvana.

Die Position des Artikels hat sich aber sehr schnell drastisch erhöht.

Position 22 klingt im Gegensatz zu 67 natürlich toll… Kennen Sie folgendes Sprichwort:

Wenn du etwas wirklich gut verstecken willst, dann tu es auf der zweiten Google-Seite!

Wie Sie an den Klicks und Impressionen sehen, ist ein Platz auf Seite 3 keinerlei Verbesserung zu Platz 67.

Was bedeutet die durchschnittliche Seitenposition in der Search Console?

Auf Platz 11 befinden wir uns nun auf Seite 2 und dort immerhin ganz oben. Wir sehen einen großen Sprung in den Impressionen.

Dass eine durchschnittliche Platzierung auf Nummer 11 jetzt so einen großen Sprung verursacht, mag erstmal verwirren. Erinnern wir uns daran, dass der Durchschnitt eine Zahl ist, die dazu da ist, die Menschen zu verwirren.

Schauen wir uns die exakten Platzierungen der Keywords an, wird deutlich, wo wir wirklich stehen:

Viele Keywords befinden sich bereits auf Seite 1. Das sind die Keywords, die allein für die Seite „aquarell-blumen“ gelistet sind. Wie wir am unteren Ende des Bildes erkennen, befinden wir uns auf Seite 1 und sehen 10 Keywords. Diese eine Unter-Seite auf dem Portal FarbCafé rankt aber am 16.07.2020 schon für 966 verschiedene Keywords.

Sehr deutlich wird der Unterschied, wenn sich Ihre Sortierung nach den schlechtesten Platzierungen richtet:

Hier sehen Sie ganz deutlich, dass viele der Keywords Plätze jenseits der 10. Google-Seite belegen.

  • Wir haben also einige Keywords, die richtig gut ranken und die Seite in die Sichtbarkeit ziehen.
  • Es gibt aber auch Keywords, die irrelevant sind.

Daraus ergibt sich ein Durchschnitt auf Platz 11.

Erinnern wir uns daran, dass wir das Keywords „aquarell blumen“ als Maß der Dinge recherchiert und festgelegt haben.

Internet-Giganten können kaum überholt werden

Ein Blick in das Recherche-Tool am 16.07.2020 zeigt, dass wir das FarbCafé wirklich gut platziert haben.

In der Tagesaktuellen Recherche befindet sich das FarbCafé nun auf Platz 3 direkt hinter Pinterest. Durch die gewaltige Größe der Bilder-Plattform Pinterest, ist sie ziemlich unmöglich zu überholen. Daher haben wir unseren (provisorischen) Artikel auf dem besten Platz abgelegt, den wir uns erhoffen konnten.

Der Artikel „Aquarell Blumen“ trägt nun dazu bei, dass allein in einem Monat 223 Nutzer durch Google auf die Seite FarbCafe.de gelangen. Dort haben Sie die Möglichkeit, sich von den verschiedenen kreativen Angeboten überzeugen zu lassen.

Das Faszinierende ist, dass der Artikel in Vergessenheit geriet. Er wurde nie fertig geschrieben. Eine Verbesserung des Artikels wird also noch einige Steigerungen im Ranking nach sich ziehen. Neil Patel hat einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wie Sie alten Artikeln neues Leben einhauchen.

Zudem gibt es auch noch andere Wege, auf die Seite „Aquarell Blumen“ zu kommen. Besucher, die nicht über SEO kommen, finden ihren Weg über Pinterest, Facebook oder auch den Newsletter auf die Seite.

Webseiten-Analyse in die Tat umsetzen

Bisher haben wir erkannt, dass wir einen guten Job mit dem Keyword „Aquarell Blumen“ geleistet haben.

Schauen wir uns jetzt weitere verwandte Keywords an, finden wir zum Beispiel „Aquarell Blumenbilder“.

Die thematische Verwandtschaft zum ersten Keyword ist sehr eng. Daher gilt es in den nächsten Optimierungen dafür zu sorgen, dass auch dieses Keyword im Artikel auftaucht. Es passt sehr gut und bietet immerhin noch das Potenzial, dass 70 weitere Interessierte auf die Webseite kommen.

Lassen Sie Ihre Webseiten testen

Wissen Sie, wo Sie mit Ihrer Webseite stehen? Kennen Sie die Potenziale, die auf Ihr Themengebiet warten? Mit einer SEO Analyse erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten Ihrer Website.

Kontaktieren Sie uns noch heute!